European Space Agency

„Mit FileMaker Go und dem iPad eröffneten sich uns neue Wege: Wir haben das System jetzt so eingerichtet, dass die Bodenstation-Operatoren mit iPad und FileMaker Go ausgestattet sind.“
Richard van Holtz, Operations Engineer bei der ESOC

Kontrollzentrum der European Space Agency ESA stellt weltweite Bodenstationenüberwachung mit FileMaker Go und iPad sicher

Erdbeben in Japan, Vulkanausbruch auf Island – Satelliten der ESA liefern Hilfsorganisationen wichtige Informationen für den Katastropheneinsatz

Überblick

  • ESOC nutzt FileMaker Go-Datenbank mit iPad bei der Überwachung und lückenlosen Dokumentation von Satelliten

Branche

  • Luft- und Raumfahrt

Lösung

  • FileMaker Server Advanced als zentraler Baustein, FileMaker Pro zur Erstellung und Aktualisierung und FileMaker Go for iPad zur Dokumentenansicht.

Vorteile

  • Routinemäßige Synchronisation, netzwerkunabhängige Backups, praktische Suchmöglichkeiten auch bei Netzwerkausfall, Mobilität
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Die Deep-Space-Bodensatellit-Antenne in Cerebros

Die Europäische Weltraumorganisation ESA ist Europas Tor zum Weltraum. Ihre Aufgabe ist es, die europäische Raumfahrt zu entwickeln, zu koordinieren und zu fördern. Aktuell gehören der ESA 19 Mitgliedsstaaten an. Indem sie Finanzmittel und Know-How der einzelnen Länder bündelt, ermöglicht sie die Realisierung von Projekten, die keiner der Mitgliedsstaaten jemals im Alleingang auf die Beine stellen könnte. Die Projekte reichen von der Erforschung der Erde und ihres unmittelbaren Umfelds, des Sonnensystems und des Universums über die Entwicklung satellitengestützter Technologien und Dienstleistungen bis hin zur Förderung verschiedener europäischer High-Tech-Industrien. Damit die hierfür notwendigen Satelliten in die richtige Umlaufbahn finden, dort verbleiben und alles reibungslos verläuft, sorgt das European Space Operations Centre (ESOC) in Darmstadt. Bei der Überwachung und lückenlosen Dokumentation bedienen sich die Mitarbeiter des ESOCs einer FileMaker Go-Datenbank mit iPad.

 

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Vom Kontrollzentrum der ESA
in Darmstadt werden die
Satelliten und Bodenstationen
überwacht.

Weltweites Netz der Bodenstationen wird vom Kontrollzentrum ESOC in Darmstadt zentral überwacht und gesteuert

Satelliten liefern uns wertvolle Informationen und eröffnen uns neue Erkenntnisse. Dank der Erdbeobachtungssatelliten können wir beispielsweise vergleichen, welche Dimensionen das Erdbeben und der Tsunami in Japan hatten und wie sich die Lage davor und danach darstellt. Aus diesen Erkenntnissen lassen sich Handlungsmöglichkeiten für die Katastrophenhilfe ableiten. Satelliten liefern uns beispielsweise auch objektive Informationen über die Entwicklung der Regenwälder im Laufe der Zeit oder das Schmelzen der Pole und zwingen uns förmlich dazu, zu handeln. Hinter den Satelliten steht eine gewaltige Technologie und ein ebenso gewaltiger Steuerungs- und Kontrollapparat.

Imposant sind die weltweit verteilten Bodenstationen mit riesigen 15 bis 35-Meter-Antennen der ESA wie sie beispielsweise in Schweden, Belgien, Spanien, Australien oder Französisch Guayana stehen. Von hier werden die Satelliten ins Weltall geschossen. Unmittelbar nach der Trennung des Satelliten von der Trägerrakete wird dessen Steuerung von der ESOC in Darmstadt übernommen. In Darmstadt werden alle Manöver durchgeführt, die den Satelliten in seine endgültige Umlaufbahn bringen und anschließend kontinuierlich überwachen, dass er innerhalb der Routineflugbahn bleibt. „Das Kontrollzentrum in Darmstadt steht in ständigem Kontakt mit dem gesamten Bodenstationsnetz der ESA. Von hier aus kontrollieren wir die Antennen, die benutzt werden, um Kontakt mit den Satelliten her zu stellen und greifen über Fernwartung ein, wenn etwas nicht stimmt. Fällt beispielsweise an einer der Deep-Space-Antennen der Kompressor aus, der die notwendige Kühlung der Empfangsverstärker auf unter -20 Grad sicherstellt, so folgt der Dienst habende Operator in Darmstadt einem im vorhinein festgelegten Handlungsplan (Prozedur), um das Problem rechtzeitig zu beheben“, erläutert Richard van Holtz, Operations Engineer bei der ESOC. Es ist von eklatanter Wichtigkeit, dass solche Schritte in der richtigen Abfolge und zum richtigen Zeitpunkt ausgeführt werden, damit der Kontakt zu den Satelliten nicht beeinträchtigt wird.

iPad und FileMaker Go könnten bei uns die Papierkopien auf Dauer völlig ersetzen.

—Richard van Holtz, Operations Engineer bei der ESOC

Von der Zettelwirtschaft zum iPad mit FileMaker Go

Diese Prozedur-Schritte werden in einer FileMaker-Datenbank dokumentiert, die einen dezentralen Zugriff auf die Dokumente ermöglicht. Damit der Zugriff auf den aktuellen Stand der Prozeduren auch unabhängig von der momentanen Verfügbarkeit des Office-Netzwerkes sicher gestellt ist, wurden bis dato jeweils auch Ausdrucke angefertigt. Dieses Verfahren war recht umständlich und durch das Durchsuchen der Papiere konnte im Ernstfall kostbare Zeit verloren gehen. Zentraler Baustein der Datenbanklösung ist FileMaker Server Advanced. Dieser dient der Bodenstation-Überwachung und verwaltet zentral alle Dokumente, die mit bestimmten Keywords besetzt sind. Die 15 eingesetzten FileMaker Pro Clients sind für die Erstellung und Aktualisierung von Dokumenten zuständig. Alle diese Dokumente können dann über FileMaker Go for iPad gesucht und eingesehen werden.

„Mit FileMaker Go und dem iPad eröffneten sich uns neue Wege: Wir haben das System jetzt so eingerichtet, dass die Bodenstation-Operatoren mit iPad und FileMaker Go ausgestattet sind. Bei Verfügbarkeit des Office-LANs werden die Daten routinemäßig synchronisiert. Sollte es zu einem Netzausfall kommen, stehen uns die jeweils aktuellen Prozeduren auf mehreren iPad zur Verfügung. So haben wir einerseits gleich mehrere netzwerkunabhängige Backups und die praktischen Suchmöglichkeiten auch bei Netzwerkausfall und sind darüber hinaus auch noch mobil“, erläutert van Holtz die neue Vorgehensweise. „iPad und FileMaker Go könnten bei uns die Papierkopien auf Dauer völlig ersetzen“.

Kunde

European Space Agency
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