Universitäts-Augenklinik Graz

Qualitäts- und Prozessmanagement mit individueller Datenbanklösung

An der Universitäts-Augenklinik Graz werden jährlich etwa 14.000 Operationen durchgeführt, sowie rund 40.000 ambulante Patienten behandelt. Zur Qualitätssicherung und Dokumentation entwickelte das Klinikum das FileMaker-basierte Kliniksystem EyMed.

Überblick

  • Universitäts-Augenklinik Graz setzt FileMaker-basiertes Kliniksystem EyMed zur Qualitätssicherung und Dokumentation ein.

Branche

  • Gesundheitswesen

Lösung

  • In EyMed wird die gesamte medizinische Dokumentation, inklusive Labor, Bilder und ein Teil der Administration geführt. Dabei sind alle Schwerpunkte in der Augenklinik nach deren Bedürfnissen im System abgebildet.

Vorteile

  • Die Datenbank ist keine Insellösung, sondern über HL7-Standards, also internationale Standards für den Austausch von Daten zwischen Organisationen im Gesundheitswesen und deren Computersystemen, an das SAP-basierte Krankenhausinformationssystem openMEDOCS der Landeskrankenhäuser der Steiermark angebunden. Relevante Daten wie Patientenstammdaten, einweisende Ärzte oder Krankenhäuser werden vollkommen automatisiert aus openMEDOCS in EyMeD importiert. Über gesicherte Schnittstellen stehen Daten jeweils autorisiertem Personal zentral zur Verfügung.
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Ambulanz Datenerfassung
Was an der Augenklinik Graz zu Beginn der 90er Jahre ursprünglich als Arbeitserleichterung für die operierenden Ärzte gedacht war, um Zettelwirtschaft und Diktate abzulösen, ist heute zum umfassenden, individuellen Datenbanksystem avanciert. Dieses findet in allen Bereichen der Augenklinik Anwendung - angefangen bei der allgemeinen Ambulanz, den Spezialambulanzen, dem OP-Bereich, über die verschiedenen Labore bis zum gesamten stationären Bereich. Rechner sind überall dort in der Klinik vorhanden, wo Daten direkt erfasst, abgefragt und Berichte ausgedruckt und beispielsweise vom Operateur unterschrieben werden müssen.

Seit Inbetriebnahme sind große Veränderungen in das System eingeflossen, das inzwischen unter dem Namen EyMeD firmiert. Die Datenbank arbeitet mittlerweile im neuen FileMaker-Format und erfüllt so alle Anforderungen in punkto Datenschutzgesetz, Ausfallsicherheit und bietet neue Möglichkeiten für die künftige Entwicklung. Mittlerweile wird in EyMed die gesamte medizinische Dokumentation, inklusive Labor, Bilder und ein Teil der Administration geführt. Dabei sind alle Schwerpunkte in der Augenklinik nach deren Bedürfnissen im System abgebildet.

Ohne EyMeD wäre die verpflichtende Dokumentation einer derart großen Frequenz an Behandlungen und Operationen mit dem derzeitigen Personalstand unmöglich

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Spezial Ambulanz: Sicca Datenerfassung

Automatisierte Anbindung an das Krankenhausmanagementsystem der Steiermark

Selbstverständlich ist EyMeD keine Insellösung – im Gegenteil. Die Datenbank ist über HL7-Standards, also internationale Standards für den Austausch von Daten zwischen Organisationen im Gesundheitswesen und deren Computersystemen, an das SAP-basierte Krankenhausinformationssystem openMEDOCS der Landeskrankenhäuser der Steiermark angebunden. Relevante Daten wie Patientenstammdaten, einweisende Ärzte oder Krankenhäuser etc. werden vollkommen automatisiert aus openMEDOCS in EyMeD importiert – redundante Arbeiten und vor allem Fehler werden vermieden. In die andere Richtung werden sämtliche erbrachte Leistungen aus dem 130 Ziffern umfassenden medizinischen Einzelleistungskatalog, freigegebene Ambulanzbefunde, spezielle Operationsberichte sowie Entlassungsbefunde an openMEDOCS gesandt. Damit sind die Berichte in allen Landeskrankenhäusern der Steiermark einsehbar.
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Ambulanz Befunddruck

Konsiliarbesuche dank FileMaker Go und iPad direkt in open MEDOCS

Ganz neu in EyMeD ist die Möglichkeit, auch Konsiliarbesuche, also Visiten der Augenfachärzte in den 19 Kliniken des LKH-Universitäts-Klinikum Graz direkt über iPad und FileMaker Go in EyMeD zu erfassen. Zettelwirtschaft gehört so der Vergangenheit an: Musste früher der Befund eines Konsiliarbesuches vor Ort handschriftlich dokumentiert werden und stand anschließend nicht zentral zur Verfügung, so genügen seit jüngster Zeit ein paar Gesten auf dem iPad. Der hinzugezogene Augenarzt schreibt den Befund direkt vor Ort am iPad in EyMeD, gibt diesen frei und nach kürzester Zeit fließen diese Informationen über eine gesicherte Schnittstelle in openMEDOCS. Sie stehen zentral zur Verfügung und können auch ausgedruckt werden.
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Operationsbericht Datenerfassung

Datenschutz hat oberste Priorität

Das Klinikum legt dabei größten Wert auf den Schutz der Patientendaten. Jede abgeschlossene Behandlung beinhaltet beispielsweise einen authentifizierten Befund, so dass eine nachträgliche Änderung nur durch eine Korrekturfunktion möglich ist. Diese ist nur der Ärzteschaft, als autorisierte User, vorbehalten. Im Fall einer Korrektur wird der Befund als PDF mit einem Uhrzeitstempel abgelegt, so dass sich eine chronologische, einsehbare Abbildung aller Korrekturen einer Behandlung ergibt.
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Operationsbericht Befunddruck

Für die Zukunft gewappnet dank flexibler Strukturen

Die Rechner- und Serverlandschaft an der Augenklinik Graz ist inzwischen beträchtlich. Im gemischten Netzwerk sind neben rund 100 Macintosh-Rechnern etwa 80 Windows-Computer sowie ein Windows Server 8 mit FileMaker Server 11 und FileMaker Pro 11 im Einsatz. Am Klinikum ist man sich einig, dass man mit dem eingeschlagenen Weg, die Weichen für die Zukunft richtig gestellt hat. Die große Flexibilität dieser Datenbank erlaubt es, innerhalb kurzer Zeit Ergänzungen oder Änderungswünsche einzelner Bereiche der Augenklinik am System vorzunehmen, ohne dass hierzu auf externe Entwickler zurückgegriffen werden muss. Zeit und Geld spart die Augenklinik nicht nur bei der Weiterentwicklung des Systems: Ohne EyMeD wäre die verpflichtende Dokumentation einer derart großen Frequenz an Behandlungen und Operationen mit dem derzeitigen Personalstand unmöglich. Fazit: EyMeD ermöglicht den Fokus auf das Auge – und schafft durchsichtige Strukturen im Hintergrund.

Entwickler

Zenz, Harald, Ass. Prof. DI Dr., Augenuniversitätsklinik Graz

http://augen.uniklinikumgraz.at

 

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