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  • Logistische Herausforderung mit FileMaker-Datenbank gelöst.

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Lösung

  • FileMaker Pro Datenbank

Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 feiert – Still-Leben auf der A40

Für Roger Bröchler hat die „Gestaltung aller Dinge“ keine Arbeitszeiten. Designer ist man von Herzen und nicht nach der Uhr, so sein Credo. Gemeinsam mit seiner Geschäfts- und Lebenspartnerin, der studierten Kunsthistorikerin Natalia Gershevskaya, führt Bröchler die Projektagentur „b:dax – beratung | design | art | Xperiments“ – mit Leidenschaft und Erfolg. Seit mehr als 25 Jahren setzen die beiden, zusammen mit einem Netzwerk von freien Mitarbeitern wie Dramaturgen, Eventmanagern oder Lichtdesignern, Kultur-, Kunst- und Kommunikationsprojekte um. Ein besonderes Projekt und eine große logistische Herausforderung, die das Team nicht zuletzt dank einer FileMaker-Datenbank bravourös gemeistert hat, war für b:dax das „Still-Leben Ruhrschnellweg A40“ im Rahmen der „RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europa GmbH“.

Geplauder und Getrappel auf der A40 – dank FileMaker bestens organisiert

RUHR.2010: Unter dem Motto „Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel“ war das Ruhrgebiet als Kulturhauptstadt Europas 2010 Anziehungspunkt für Millionen von Menschen. Unzählige Künstler, Musiker, Kreative aus Theater und anderen Bereichen sowie Architekten und Lichtkünstler gestalteten ein buntes, facettenreiches Jahr.

Ein Höhepunkt im Kulturhauptstadtjahr war das „Still-Leben Ruhrschnellweg A40“. Von der Nacht des 17. Juli bis morgens 19. Juli 2010 wurde die A40 für 31 Stunden für den Autoverkehr gesperrt und zu einer Bühne der Alltagskultur umfunktioniert. Auf der zirka 60 km langen Strecke waren zu Fuß knapp 20.000 Tische zu besichtigen, auf denen die jeweiligen Gruppen, Vereine, Familien, Wohnviertel und Institutionen ihr Programm präsentierten. Auf der Gegenspur, der Mobilitätsspur, herrschte reges Treiben von Fahrrad- oder Rollerfahrern und Inline-Skatern.

Damit die geschätzten drei Millionen Besucher auch den richtigen Weg und die Mitwirkenden ihre Tische finden, beauftragte die RUHR.2010 GmbH die Düsseldorfer Projektagentur b:dax, entsprechende Tischaufkleber und temporäre Straßenschilder zu gestalten, zu produzieren und aufzustellen. „Unsere Aufgabe war klar und knackig: innerhalb von nur drei Wochen Vorlaufzeit galt es, über 22.000 unterschiedliche Tischaufkleber und 1.200 Straßenschilder, teilweise bis A0-Format, anzufertigen“, erinnert sich Roger Bröchler, der visuelle Kommunikation in Düsseldorf studiert hat. „Schnell war klar, dass wir diese Aufgabe ohne eine passende Datenbank nicht würden meistern können.“ FileMaker war im Unternehmen schon seit Version zwei als praktisches Organisationstool für die Erfassung, Kalkulation, Angebots- und Rechnungserstellung im Einsatz. „Wir kannten FileMaker als eine Datenbank mit vielen Möglichkeiten, hoher Flexibilität und einfacher Handhabung. Für unsere Zwecke ein vielversprechendes Tool“.

Aus schnöden Daten erwachsen tausende farbige Schilder und Tischaufkleber

Zunächst wurden die entsprechenden Layouts mit InDesign abgestimmt: Tischaufkleber, mit Informationen für die Festbesucher, wer sich hier präsentiert sowie Straßenschilder, die den Autobahnkilometer anzeigen, an dem man sich gerade befindet und in welcher Richtung die nächste Auf- oder Abfahrt ist. Diese Layouts galt es nun mit knapp 24.000 Datensätzen, die vom Auftraggeber in Excel-Dateien zur Verfügung gestellt wurden, zu befüllen, als farbige CMYK-Dateien im pdf-Format zu exportieren, an Großdruckern zu plotten und zum Schluss auf Hohlkammerplatten aufzubringen. „Schon bei den ersten Tests hat sich herausgestellt, dass wir mit FileMaker richtig liegen. Ein Projekt diesen Ausmaßes innerhalb von zehn Tagen hätten wir inklusive der zu erwartenden Autorenkorrekturen sonst nicht realisieren können“, berichtet Bröchler rückblickend und stolz auf diese unkonventionelle Aufgabe ganz nach seinem Geschmack. Stolz kann er auf sich und sein Team auch sein, denn das Fest war ein voller Erfolg. Wann hat man sonst schon mal Gelegenheit, in Ruhe auf einer Autobahn zu flanieren, Rollschuh zu fahren oder einfach ausgelassen zu feiern?

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