Dansac GmbH; Klinikum Barnim, Werner Forßmann Krankenhaus in Eberswalde

„Leider bilden gängige elektronische Klinikinformationssysteme (KIS) den Bereich der Stoma-Versorgung nur unzureichend oder überhaupt nicht ab. Mit der maßgeschneiderten App auf Basis der FileMaker-Plattform konnte diese Lücke gefüllt werden, die Arbeit der Stoma-Therapeuten deutlich erleichtert und die Fehlerquote reduziert werden." Markus Wienand, Wund- und Stoma-Therapeut und Senior-Klinikberater, Dansac GmbH

Eine maßgeschneiderte App auf Basis der FileMaker-Plattform macht die Stoma-Dokumentation rund 30 Prozent schneller

Die Dansac GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Produkte für die Stoma-Versorgung. Seit 2013 unterstützt sie Darmkrebszentren bei der Stoma-Dokumentation durch eine maßgeschneiderte App auf dem iPad.

Überblick

  • Die Umstellung von Papierformularen auf die Dokumentation per iPad stellt eine große Arbeitserleichterung dar, durch die rund 30 Prozent an Zeit eingespart wird.

Branche

  • Gesundheitswesen

Lösung

  • Mit der App können direkt Fotos mit dem iPad gemacht werden und gleich beim entsprechenden Patienten im Programm abgespeichert werden. So kann die Dokumentation viel genauer erfolgen.

Vorteile

  • Alle relevanten Punkte, die für die Dokumentation der Stoma-Versorgung wichtig sind oder auch der Abschlussbericht, sind in der maßgeschneiderten App bereits automatisch aufgeführt. Das Programm ist sehr einfach zu bedienen und quasi selbst erklärend.
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Thomas Stegemann, Pflegeexperte für die Stoma-, Inkontinenz- und Wundversorgung bei der täglichen Nutzung der App auf dem iPad.

Zertifizierte Darmkrebszentren sind verpflichtet bei der operativen Anlage eines Stomas – das ist ein künstlicher Darm- oder Urinausgang - sämtliche stoma-relevanten Daten zu dokumentieren.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland über 60.000 Menschen neu an Darmkrebs. Häufige Folge dieser Erkrankung ist, dass durch eine Operation vorübergehend oder auch dauerhaft ein Stoma angelegt werden muss.

Neben der persönlichen Arbeit mit den Patienten, ist die Dokumentation der stoma-relevanten Patientendaten eine wichtige Aufgabe jedes Wund- und Stoma-Therapeuten an einem Darmkrebszentrum. Um eine Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft zu erhalten, müssen Darmkrebszentren in Deutschland nämlich unter anderem auch sämtliche Patientendaten, von der Planung über den Verlauf einer Stoma-Operation bis hin zur Situation bei der Entlassung dokumentieren. Die Erfassung und Dokumentation dieser Daten ist demnach sehr wichtig und gehört zu den zentralen Aufgaben an jedem Darmkrebszentrum.

Die Arbeit mit dem iPad und der maßgeschneiderten App ist eine große Arbeitserleichterung. Benötigte Informationen sind auf Knopfdruck da und das Warten auf Antworten aus dem Archiv gehört der Vergangenheit an.

— Thomas Stegemann, ausgebildeter Pflegeexperte für die Stoma-, Inkontinenz- und Wundversorgung am zertifizierten Darmkrebszentrum des Klinikums Barnim, Werner Forßmann Krankenhaus in Eberswalde
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Auswertung der Stomadokumentation

Papier-Dokumentation umständlich und zeitaufwendig

Bis Anfang 2012 wurde die Stoma-Dokumentation am Klinikum Barnim - wie in den vielen anderen Darmkrebszentren auch - noch mit Hilfe von Papierformularen erledigt. Seit Februar 2012 hat sich die Situation am Darmkrebszentrum im Klinikum Barnim geändert: es werden iPads zur Stoma-Dokumentation eingesetzt. Entwickelt wurde die maßgeschneiderte App von Markus Wienand, selbst ausgebildeter Wund- und Stoma-Therapeut, der in dieser Funktion lange Jahre im Universitätsklinikum Freiburg tätig war und seit 2007 als Senior- Klinikberater bei Dansac in Hürth bei Köln arbeitet. „Die Dokumentation der stoma-relevanten Daten ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden“, weiß Wienand. Wienand entwickelte die mobile maßgeschneiderte App zur elektronischen Stoma-Dokumentation auf dem iPad. „Das Programm kann u.a. als „stand alone“-Variante auf dem iPad genutzt werden“, erklärt Wienand. „Braucht also keine aktive WLAN-Verbindung.“ Das ist wichtig für den Klinikalltag, da nicht alle Kliniken über ein WLAN-Netz verfügen. Darüber hinaus ist mit dem „stand-alone-Betrieb“ auch keine Anpassung an bestehende Klinikinformationssysteme (KIS) nötig. „Das ist ein großer Vorteil, denn die jeweiligen KIS sind hochkomplex und äußerst datensensibel“, erklärt Wienand. „Unser Programm auf die jeweils unterschiedlichen KIS der verschiedenen Kliniken anzupassen, wäre viel zu umständlich und teilweise auch gar nicht möglich gewesen. Die elektronisch erfassten Stoma-Daten der Patienten werden deshalb als PDF direkt an die jeweilige Patientenakte angehängt.“ Mittlerweile gibt es mit einzelnen Kliniken aber auch Projekte, in denen der Im- und Export der Daten via HL7 Schnittstelle realisiert werden soll.

Maßgeschneiderte FileMaker App modernisiert die Stoma-Dokumentation

Ein großer Vorteil ist, dass mit der Stoma-Dokumentation direkt Fotos gemacht werden können und diese auch gleich beim entsprechenden Patienten im Programm abgespeichert werden können. So kann bei der Stoma-Markierung, aber auch, wenn Komplikationen auftreten viel genauer dokumentiert werden.

Zusätzliche Arbeitserleichterung bieten Lehrfilme für die Patienten, die auf dem iPad abgespeichert sind. So können sich die Patienten auf dem iPad beispielsweise direkt ein Video über den Wechsel des Stomabeutels anschauen. Das ist für den Patienten oft sehr viel anschaulicher.

Last but not least bietet die Stoma-Dokumentation über die maßgeschneiderte FileMaker App aber noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Die eingegebenen Daten sind nicht starr, sondern können zu Statistiken verarbeitet werden. „So kann man sich z.B. anzeigen lassen, wie viele Patienten in welchen Jahren behandelt wurden, wie häufig Komplikationen aufgetreten sind, wie die Altersstruktur der Patienten gelagert ist und vieles mehr“, erklärt Entwickler Wienand. „Diese Daten sind zum einen für die eigene Klinikstatistik interessant, aber sie sind natürlich auch für die regelmäßige Zertifizierung durch die deutsche Krebsgesellschaft sehr hilfreich.“

Dansac GmbH

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