Deutsches Rotes Kreuz Diepholz

Mit iOrgL von FileMaker rund 40 Prozent mehr Zeit, um Leben zu retten

Lage sondieren, verletzte Personen erfassen, Rettungswagen anfordern, Einsatzkräfte koordinieren: Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes und leitende Notärzte müssen regelmäßig innerhalb kürzester Zeit viele weitreichende Entscheidungen treffen und diese gleichzeitig für Dritte nachvollziehbar dokumentieren.

Gut, dass es mit iOrgL auf Basis von FileMaker jetzt eine mobile Datenbanklösung gibt, die die Arbeit von Führungskräften im Rettungsdienst aktiv unterstützt und gegenüber herkömmlichen Lösungen eine Zeitersparnis von rund 40 Prozent liefert.

Überblick

  • Die FileMaker-basierte mobile Datenbanklösung unterstützt Rettungsleiter des DRK Diepholz im Einsatz und ermöglicht eine Zeitersparnis gegenüber herkömmlicher Lösungen von rund 40 Prozent.

Branche

  • Gesundheitswesen

Lösung

  • iOrgl unterstützt Rettungsleiter im Einsatz. Sie erfassen die Unfalldaten am iPad und sind dadurch einerseits flexibler, andererseits rechtlich abgesichert. Interaktive Erinnerungsfunktionen unterstützen die Retter im Einsatz.

Vorteile

  • Zeitersparnis von bis zu 40 Prozent Interaktive Erinnerungsfunktion unterstützt sämtliche Arbeitsschritte Rechtssicherheit durch automatische Zeiterfassung Zuverlässige Funktion auch ohne Internet Leicht zu erlernende Bedienung.
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iOrgl ersetzt Papier bei Rettungseinsätzen
Axel Vetter ist ein „alter Hase" im Geschäft. Seit 30 Jahren ist er nun schon im Rettungsdienst tätig. 17 Jahre davon beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) im Kreisverbands Diepholz. Heute ist er Leiter Rettungsdienst und Prokurist der dortigen Rettungsdienst GmbH. „Wir haben insgesamt knapp 90 hauptamtliche Mitarbeiter. Dazu kommen nochmal 15 Mitarbeiter, die ehrenamtlich tätig sind", erklärt Vetter. Die meisten davon sind echte Überzeugungstäter, wie Vetter selbst: „Ich mag die Abwechslung in meinem Beruf. Dass ich gestalten und etwas bewegen kann, und natürlich, dass ich viel mit Menschen zu tun habe." Rund 25.000 Einsätze fährt die Rettungsdienst GmbH des DRK im Landkreis Diepholz pro Jahr. 17.000, also fast 70 Prozent davon, sind Notfalleinsätze. Bei großen Ereignissen mit mehr als fünf oder sechs Verletzten wird der organisatorische Leiter Rettungsdienst alarmiert. „Ich koordiniere dann den Einsatz und protokolliere, zusammen mit dem leitenden Notarzt, wer verletzt ist und wie stark, wer zuerst ins Krankenhaus muss, ob wir mehr Fahrzeuge brauchen, inwieweit zusätzliches Rettungsmaterial oder auch Decken oder Getränke benötigt werden und wie man die Einsatzstelle am sinnvollsten gliedert."

Die speziellen Anforderungen an ein System, wie wir es im Rettungsdienst benötigen, kann eine Software 'von der Stange' einfach nicht liefern.

— Axel Vetter, Leiter Rettungsdienst und Prokurist
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iOrgl unterstützt Rettungsleiter mit interaktiven Erinnerungsfunktionen

Papier und Stift nicht mehr zeitgemäß

Bis vor kurzem hat Axel Vetter hierfür noch spezielle Vordrucke in Papierform verwendet. Auch die Informationen für den Einsatzort gab es ausschließlich in gedruckter Version. „Zu jedem Einsatz hab ich immer eine schwere Aktenmappe mit viel Papier mitgebracht", erinnert sich Vetter. Allein fünf Formularsätze für die Erfassung der verletzten Personen und nochmal viele Seiten mit Informationen zu den Fahrzeugen, Telefonlisten von Fachkräften, usw." Da hieß es blättern, blättern, blättern, um die gewünschten Informationen ablesen oder eintragen zu können", weiß Vetter. „Das kostete viel wertvolle Zeit". Als besonders lästig empfand Vetter die Dokumentation mit den Papierformularen, wenn es draußen windig war oder geregnet hat. „Man musste total aufpassen, dass die Blätter nicht weggeweht sind oder nass wurden. Auch gibt's im freien Gelände oft keine Auflageflächen zum Schreiben und die Lichtverhältnisse sind auch nicht immer perfekt. Wenn dann auch noch der letzte Stift seinen Dienst versagt, wünscht man sich sehnlichst eine praktischere Lösung", betont der Diepholzer Rettungsdienstleiter mit einem Augenzwinkern.

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iOrgl ersetzt Papier bei Rettungseinsätzen

iOrgL von FileMaker ersetzt lästige Papierformulare

Natürlich hat sich Axel Vetter im Internet immer wieder nach Alternativen umgesehen und sich auch bei Kollegen nach möglichen neuen Entwicklungen erkundigt. „Aber keiner hatte eine Lösung parat", bedauert Vetter. „Die speziellen Anforderungen an ein System, wie wir es im Rettungsdienst benötigen, kann eine Software 'von der Stange' einfach nicht liefern." Das änderte sich erst, als Axel Vetter durch ein berufsbegleitendes Studium an der ORGAKOM Führungsakademie Jürgen Huber kennenlernte. Huber ist bei der Unternehmensgruppe ORGAKOM Geschäftsführer sowohl der Dienstleistungsfirma ORGAKOM Analyse + Beratung, als auch der ORGAKOM Führungsakademie, die schon seit über 30 Jahren Fachkräfte im Rettungsdienst weiterbildet. Aufgrund seiner jahrzehntelangen Berufserfahrung kennt Jürgen Huber die Sorgen und Nöte des Rettungsdienstes besonders gut: „Die unpraktische Papierdokumentation ist mir ein wohl bekanntes Übel, doch lange Zeit gab es einfach nichts anderes", betont Huber. „Ich weiß bisher nur von einem einzigen Lösungsversuch, der allerdings etwas kompliziert und vor allem sehr teuer war."

Auf Bitten von Kunden und Kollegen im Rettungsdienst hat Huber dann im Januar 2014 selbst damit angefangen, eine Datenbanklösung auf Basis von FileMaker Go zu entwickeln. Heraus kam im Juni die Datenbank-App iOrgL: ‚i' als Kennzeichnung für das Apple-iPad und ‚OrgL' kurz für ‚organisatorischer Leiter Rettungsdienst'. iOrgL ist speziell für den mobilen Einsatz auf dem iPad auf Basis von FileMaker Go konzipiert und läuft zuverlässig ‚Stand Alone' auch beim Ausfall aller Netze. Alle Begrifflichkeiten und Regelungen sind der bundeseinheitlichen Katastrophenschutz-Dienstvorschrift DV 100 entnommen und gelten somit für alle 400 Rettungsdienstbereiche in ganz Deutschland. Um möglichst wenig Daten selbst eingeben zu müssen, fragt das Programm Gegebenheiten wie Verletzungsgrad, Gefahrensituationen, etc. direkt ab, so dass per Tastendruck blitzschnell nur noch mit ‚ja' oder ‚nein' geantwortet werden muss. Für eine einwandfreie Zuordnung der Verletzten, kann außerdem der Barcode der medizinischen Verletztenanhängekarte eingelesen werden. Steht Internet zur Verfügung, kann iOrgL auch mit anderen iPads, iPhones oder Computern, die mit FileMaker ausgestattet sind, kommunizieren und so ein komplettes Netzwerk aufgebaut werden.

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iOrgl ersetzt Papier bei Rettungseinsätzen

iOrgL mit FileMaker: Schneller, effektiver und vor allem rechtssicher retten

Im DRK Diepholz sind seit April dieses Jahres zwei iPads mit der FileMaker-Software iOrgL in Betrieb. „Die neue Software bedeutet für mich eine enorme Arbeitserleichterung", erklärt Rettungsdienstleiter Vetter. „Das iPad ist leicht und einfach zu bedienen." Zusätzlich ausgestattet mit einem speziellen Schutzvlies, dem Life Proof nüüd Case, ist es auch für extreme Rettungseinsätze mit widrigen Rahmenbedingungen geeignet. Es übersteht dann selbst Stürze aus fünf Metern Höhe und bleibt bis zu einer Wassertiefe von zwei Metern wasserdicht. „Auch mit Case ist das iPad noch handlich und gut bedienbar", bestätigt der sympathische 51-Jährige. „Mich begeistert vor allem die schnelle Eingabe der Patientendaten per Tastendruck, der Barcode-Scan und dass weitere Dateien, wie etwa Fotos, angehängt werden können. Steht Internet zur Verfügung, kann ich außerdem gleichzeitig in Sekundenschnelle wichtige einsatzrelevante Informationen, wie etwa Straßenanbindungen, Gefahrstoffdatenbanken, Telefonnummern, etc. abrufen." Das besondere Plus: Alle eingegebenen Daten werden im System sofort verarbeitet und in aktive Handlungsvorschläge umgesetzt – natürlich auch, wenn keine Internetverbindung besteht. „Bei Temperaturen über 30 Grad zum Beispiel, erinnert mich das Programm daran, nach 30 Minuten Getränke für Verletzte und Einsatzkräfte anzufordern oder auch Decken, wenn es draußen sehr kalt ist", erklärt Vetter. „Das hält mir den Kopf frei, ist sicherer und spart alles in allem rund 40 Prozent an Zeit gegenüber dem alten Papiersystem." Ein dritter, wesentlicher Vorteil ist die Rechtssicherheit. Verantwortliche Personen im Rettungseinsatz müssen ihre Entscheidungen nach außen hin immer transparent machen, um bei möglichen Beschwerden und Auseinandersetzungen abgesichert zu sein. „Die neue Software protokolliert bei allen Anforderungen automatisch alle relevanten Einsatzdaten, wie z.B. die genaue Uhrzeit zur Dokumentation, wann ich Rettungsmittel, Verstärkung, Rettungsmaterial, etc. angefordert habe", erklärt Vetter. „Die Uhrzeit kann anschließend nicht mehr verändert werden. So kann ich hinterher nicht für Dinge belangt werden, die ich richtig und nachweislich rechtzeitig getan habe."

 

Die fünf wichtigsten Vorteile von iOrgL im Überblick

  1. Zeitersparnis von bis zu 40 Prozent
  2. Interaktive Erinnerungsfunktion unterstützt sämtliche Arbeitsschritte
  3. Rechtssicherheit durch automatische Zeiterfassung
  4. Zuverlässige Funktion auch ohne Internet
  5. Leicht zu erlernende Bedienung

 

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iOrgl ersetzt Papier bei Rettungseinsätzen

iOrgL von FileMaker: Im Großeinsatz deutlich überlegen

Großeinsatz in der Nähe von Diepholz: Flugzeugabsturz mit über 80 Verletzten. Überall Blut, herumliegende Trümmerteile, schreiende und verstörte Menschen… Gott sei Dank handelte es sich bei dem praxisnahen Spektakel nur um eine Übung. Trotzdem wirkte alles sehr echt. Die erste richtige Feuerprobe für die neue Software auf dem iPad. „Voll bestanden", lobt Vetter „Hätte ich noch mit Papier arbeiten müssen, wären allein für die Erfassung der vielen Verletzten über 20 Seiten Formulare nötig gewesen. So konnte ich alles innerhalb kürzester Zeit in die Maske am iPad eingeben und den Einsatz schnell und vor allem rechtssicher abwickeln." Eine Rückkehr zur Papiervariante kann sich der Rettungsdienstleiter aus Diepholz inzwischen nicht mehr vorstellen. „Mich hat die elektronische Datenerfassung voll überzeugt", sagt Vetter. „Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit ist man wirklich schnell fit in der Bedienung. Die Software ist nahezu selbsterklärend." Bis Jahresende will das DRK Diepholz deshalb jetzt seinen Bestand an iPads mit iOrgL kräftig aufstocken. Für den DRK Kreisverband soll es dann insgesamt neun iPads mit iOrgL-Software auf Basis von FileMaker geben.

Kunde

DRK Diepholz

http://drk-diepholz.drk.de/

Entwickler

Orgakom

http://www.orgakom.biz

 

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