Confisierie Neuhaus

Dank MiraGo auf Basis von FileMaker Go hat man auch in der Backstube auf dem iPad immer alle benötigten Informationen parat.

Miratools: ein Bäcker entwickelt Software für Bäcker

3 kg Mehl, 80 Eier und 3 kg Zucker – FileMaker für Bäckermeister

Überblick

  • Bäcker verwaltet administrative Abläufe, sowie Rezepte und Zutatenmengen mit FileMaker Pro und FileMaker Go

Branche

  • Lebensmittel

Lösung

  • FileMaker-Lösungen MiraOffice und MiraGo zur umfassenden Verwaltung - vom Büro bis zu den Rezepten

Vorteile

  • Problemlose Mengenanpassung, Rezeptesammlung, Berechnungen von Zutatenmengen und Verkaufspreisen, Angabe von Nährwerten, Zusammensetzungen und der QUID.

Apfeltaschen, Nusshörnchen und Zwetschgendatschi – viele Jahre lang drehte sich der Alltag von Patrick Risch um Zuckerwerk und frisch Gebackenes. Er war Konditor und „ich habe mich in der Backstube wirklich wohl gefühlt“, erinnert sich der heutige Mitgeschäftsführer der Miratools AG. Er gestaltete, mischte und formte mit Leidenschaft. Bei der Berechung der Rezeptmengen ließ er sich seit 1992 von FileMaker helfen. Ein in der Freizeit selbst geschriebenes Programm erleichterte diesen Teil seines Aufgabenbereichs. Dann passierte es: Eine von den Ärzten vermutete Mehlallergie setzte der Karriere von Risch ein Ende. Er musste umschulen. Diesmal machte er sein Hobby zum Beruf und wurde Entwickler, genauer, FileMaker-Entwickler.

Die Software, die er konzipierte und nun zusammen mit einer Handvoll Kollegen von Miratools vermarktet, war etwas, was er jahrelang selbst benötigt hätte und damals in Eigenregie programmieren musste: ein professionelles Programm, mit dessen Hilfe Bäcker Rezepte mengenmäßig anpassen können. Heute 500 Butterkipferl, morgen 250 Stück Spritzgebäck – auf Knopfdruck gibt der Computer die benötigte Menge der Zutaten aus. Das Rezept dafür basiert in der Regel auf einer Rezeptsammlung, die die Fachschule Richemont in Luzern (Schweiz) erfasst hat. Seit Beginn seiner Karriere als Informatiker arbeitet Risch mit dieser Weiterbildungsfachschule für Bäcker und Konditoren zusammen. Alternativ kann jeder Bäckermeister seine eigenen Rezepte erfassen. Rund 100 bis 110 Stück benötigt ein kleiner Betrieb im Laufe eines Jahres, weiß der Zuckerbäcker. Werden saisonale Produkte gebacken, kann sich die Zahl der Rezepte schnell auf bis zu 600 Stück erhöhen. Das ganze gilt, wohl gemerkt, für Klein- und mittelgroße Betriebe, wie sie Risch im Regelfall als Kunden hat.

Confisierie Neuhaus – MiraGo statt Kochbuch

Die Confiserie Neuhaus in Oberburg ist einer davon. Seit über 50 Jahren ist der Betrieb in Oberburg für seine Qualität bekannt. Früher arbeitete er mit Rezeptbüchern, die im Schnitt alle zwei Jahre erneuert werden mussten. Inzwischen ist er auf MiraOffice und MiraGo umgestiegen und verwaltet damit alles vom Büro bis zu den Rezepten.

Sind diese einmal erfasst und ist die benötigte Arbeitszeit eingegeben, berechnet MiraOffice neben der Zutatenmenge einen empfohlenen Verkaufspreis auf Basis aktueller Kostenangaben. Parallel weist er den jeweiligen Nährwert des Produkts, dessen Zusammensetzung und die Deklaration nach dem QUID (Ausweisung der wertbestimmenden Zutaten) aus. „Dies ist gesetzlich seit 1996 vorgeschrieben. Doch da sich Drei-Mann-Betriebe in der Regel keinen Lebensmitteltechniker leisten können, war die Umsetzung lange ein Problem“, erinnert sich FileMaker-Profi Risch. In diese Bresche ist er nun mit seinem Programm gesprungen.

300 bis 400 kleinere Unternehmen, in der Schweiz, in Österreich und in Deutschland, so schätzt er, arbeiten momentan mit einer Variante seiner FileMaker-Entwicklung. Auch ein paar Großbetriebe sind dabei, häufig kommt hier die FileMaker-Lösung quasi als Plugin in einer unternehmensweiten Lösung zum Einsatz, um auf die Module Deklaration, Nährwerte und Allergene zurückzugreifen.

Bei einer Weiterentwicklung von MiraGo glaube ich auch, dass es ein Nachschlagwerk im Verkauf sein kann, mit dem wir unseren Kunden die Deklaration der Ware sofort und aktuell zeigen können – zumal man damit auch Photos und Bilder der Produkte präsentieren kann, die direkt mit dem Rezept vernetzt sind.

— Ruedi Neuhaus, Inhaber der Confiserie Neuhaus

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Nebeneffekt: das Handwerk kehrt zurück

„Bei den Vorgesprächen im Vertrieb merke ich deutlich, wie mir mein ursprünglicher Beruf hilft“, lächelt Risch, für den Teigausbeute, Aprikotieren und Dressieren keine Fremdworte sind. Er weiß genau, wie er mit seinem Produkt welches Problem angehen kann. „Wir verkaufen nicht nur unsere Software, sondern auch unsere Hilfe“, erzählt er, „denn gerade bei der Produktkennzeichnung sind kleine Unternehmen oft überfordert.“ Die Installation des Produkts übernimmt er auf Wunsch ebenfalls, allerdings sei diese so einfach konzipiert, dass der Kunde das problemlos selbst vornehmen kann.

Mittlerweile gibt es mehrere Versionen der modular aufgebauten Produktfamilie MiraOffice auf Basis von FileMaker Pro, vom abgespeckten Programm MiraRezept für Lehrlinge bis hin zur Vollversion von MiraOffice. Im Büro leistet die Software bei der Adress- und Lagerverwaltung sowie Produktionsplanung gute Dienste. Das Tool bietet zudem genügend Flexibilität, um auf unterschiedliche Kundenwünsche einzugehen. Nicht zuletzt unterstützt es bei der Verwaltung der externen Kunden-Verträge und bei vielem mehr. Und da der Arbeitsplatz eines Bäckers in der Regel nicht am Computer ist, sondern in der Backstube, lässt sich das errechnete Rezept inklusive Zusatzinformationen per iPad mit dem neuen Produkt MiraGo auf Basis von FileMaker Go sogar dorthin mitnehmen, um alle Informationen stets parat zu haben.

Auch Ruedi Neuhaus, Inhaber der Confiserie Neuhaus möchte künftig seine Rezepte in der Produktion auf diese Weise den Mitarbeitern zur Verfügung stellen. „Bei einer Weiterentwicklung von MiraGo glaube ich auch, dass es ein Nachschlagwerk im Verkauf sein kann, mit dem wir unseren Kunden die Deklaration der Ware sofort und aktuell zeigen können – zumal man damit auch Photos und Bilder der Produkte präsentieren kann, die direkt mit dem Rezept vernetzt sind.“

Neuhaus ist sicher, dass er seine Kunden auf diese Art noch besser von der Qualität seiner Backstube überzeugen kann. Und Risch? Ist er nicht traurig, dass er selbst nicht mehr backen darf? Er lacht: „Nun, ich backe jetzt als Hobby, und das macht richtig Freude. Außerdem hat sich herausgestellt, dass meine Mehlallergie eigentlich eine Allergie gegen jene Zusatzstoffe ist, die heute in vielen Backmischungen Eingang finden. Und dank unserer Software haben wir vielen Bäckern den Backalltag so erleichtert und sie so sensibilisiert, dass sie nun vermehrt auf Backmischungen verzichten und wieder der alten Tradition gemäß ihre Waren herstellen.“ Ein besseres Lob könnte es nicht geben.

Kunde

Confiserie Neuhaus
www.confiserie-neuhaus.ch

Entwickler

FileMaker Standpunkte GmbH
www.standpunkte.li

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