Sanitätsfachhaus Reiss

Notieren, knipsen und unterschreiben –
fertig ist das PDF

Moderne Patientenberatung – schneller mit FileMaker Go und iPad

 

Überblick

  • iPad-basierte Lösung zur Dokumentation vom Behandlungszustand zu Hause betreuter Patienten im Bereich der Wund-, Windel- und Stomaversorgung.

Branche

  • Pflege/ Home Care: Reiss & Zimmermann widmet sich unter anderem dem Thema Homecare. Das Unternehmen beschäftigt Krankenschwestern im Außendienst. Diese beraten Pflegedienste sowie deren Patienten bei der Wund-, Windel und Stomaversorgung.

Lösung

  • Die FileMaker Go-basierte Datenbank löst die umständliche papierbasierte Wunddokumentation ab. Mit dem iPad kann die Schwester die Wunde fotografieren, das Foto sofort der Patientenakte zuordnen, PDFs generieren sowie diese direkt an den behandelnden Arzt sowie an den Innendienst von Reiss + Zimmermann versenden.

Vorteile

  • Dank der FileMaker Go-basierten Wunddokumentation sind die Patientendaten jederzeit auffindbar und ortsunabhängig abrufbar. Durch die Lösung spart das Unternehmen viel Zeit und administrativen Aufwand. Die behandelnden Schwestern haben mehr Raum für die Arbeit am Patienten und die Qualität ihrer Arbeit gewinnt.
Wunddokumentation mit dem iPad und FileMaker Go
Wunddokumentation mit dem iPad
und FileMaker Go

Gerötet, wund, aber nicht mehr gar so schmerzhaft: Der Dekubitus, den die Krankenschwester bei ihrem Patientenbesuch zu sehen bekommt, sieht schon besser aus als in der Woche zuvor. Die medizinische Fachkraft ist zufrieden. Die Wunde ist kleiner geworden, deutlich zu sehen an den Bildern, die sie nun auf ihrem iPad abruft. Auch der Vergleich der neuen Anamnese mit der letzten macht Hoffnung. Die empfohlenen Maßnahmen haben Wirkung gezeigt. Rasch knipst die Schwester ein neues Foto und ergänzt die bereits vorhandenen Daten mit ihrem iPad und der darauf installierten Software FileMaker Go. Dann fährt sie weiter, zum nächsten Patienten und zur nächsten Beratung, die sie im Auftrag von Reiss + Zimmermann durchführt.

Seit fast 40 Jahren ist das Sanitätsfachhaus Reiss in Regensburg und diversen Filialen in der Oberpfalz sowie dem ebenfalls zur Gruppe gehörenden Sanitätsfachhaus Meisel in Weiden ein Inbegriff für fachkundige Betreuung in den Bereichen Sanitätshaus, Orthopädie Technik und Orthopädie Schuhtechnik. Rund 100 Mitarbeiter sind in den verschiedenen Niederlassungen sowie in der Tochtergesellschaft Reiss + Zimmermann beschäftigt. Letztere widmet sich einem weiteren Bereich der Gesundheitsversorgung, der Rehatechnik und dem Thema Homecare und beschäftigt dazu auch eine Reihe von Krankenschwestern. Diese sind vorwiegend im Außendienst tätig und beraten Pflegedienste beziehungsweise deren Patienten bei Problemen in der Wund- und Windel- sowie der Stomaversorgung.

Hoher Dokumentationsaufwand mit FileMaker Go und iPads minimiert

„Ihre Aufgabe ist mit einem hohen Dokumentationsaufwand verbunden“, verrät Hermann Reiß, Geschäftsführer vom Sanitätsfachhaus Reiss. Beim ersten Besuch notiert die Krankenschwester die Patientendaten. Name, Geburtsdatum, Name des behandelnden Arztes und natürlich Zustand des Patienten werden dokumentiert. Wie groß ist die Wunde? Wie sieht sie aus? Ist sie entzündet? Und zu welcher Behandlung rät die medizinische Fachfrau? All diese Daten finden in einem zweiseitigen Formular Eingang, das die Pflegerin vor Ort ausfüllt. „Neben diesen schriftlichen Aufzeichnungen müssen auch Fotos gemacht und den Krankenakten beigelegt werden. Das hat früher lange gedauert, da die Schwestern nach dem eigentlichen Fotografieren erst die Daten einlesen und dann das Foto ausdrucken mussten. Doch seit wir Papier, Bleistift und Fotoapparat durch iPads und FileMaker Go ersetzt haben, geht alles sehr viel schneller, zumal praktisch keine Nachbearbeitung der Akten mehr notwendig ist.“

Mit ihrem iPad kann die Schwester auch fotografieren und das Foto sofort der Patientenakte zuordnen. Aus FileMaker Go heraus kann sie aus der Akte im Anschluss ein PDF generieren und unter dieses bereits beim Patienten – ebenfalls auf ihrem iPad - ihre Unterschrift setzen. Im Anschluss versendet sie das PDF an den Innendienst von Reiss + Zimmermann sowie an den betreffenden Arzt beziehungsweise die Pflegeeinrichtung und legt es per Drag und Drop in der Datensammlung ab. „Wenn sie zur nächsten Visite kommt, ruft sie einfach die bereits vorhandenen Unterlagen auf und ergänzt die Dokumentation durch den neuen Befund und durch zwei neue Bilder. Schon ist die Mitarbeiterin fertig“, freut sich Hermann Reiß.

Wunddokumentation mit dem iPad und FileMaker Go
Wunddokumentation mit dem iPad und FileMaker Go

Günstiger geht es nicht

Dass er auf FileMaker Go aufmerksam wurde, verdankt er einem Tipp eines gemeinsamen Freundes von ihm und FileMaker Entwickler Josef Neumaier, dem Geschäftsführer der Brainworks Computer Technologie GmbH. Zwar gebe es ähnliche Lösungen von Branchenanbietern der Gesundheitsbranche, „doch in unserer Größenordnung belaufen sich die Lizenzgebühren auf bestimmt 5.000 bis 6.000 Euro, da lagen wir mit der eigens für uns individualisiert und an unsere Anforderungen angepassten FileMaker Version viel günstiger“, erzählt Reiß.

Schon die erste Version sei fast perfekt gewesen, denkt er zurück. Etwa anderthalb Tage benötigte der FileMaker Experte für die Programmierung des Systems auf Basis von FileMaker Pro Advanced. Die größte Herausforderung sei das Layout gewesen respektive die Anpassung der FileMaker Go Lösung an das iPad. „Die Entwicklung selbst war sehr einfach. Und das Beste für den Kunden ist, dass er bei der nun fertigen Variante keine Kosten für die FileMaker Go Lizenz anfallen“, weiß Neumaier. Denn die lasse sich auf iPads kostenlos herunterladen.

Wunddokumentation mit dem iPad und FileMaker Go
Wunddokumentation mit dem iPad und FileMaker Go

Erweiterung angedacht

Rund acht Krankenschwestern setzen die Lösung derzeit bei Reiss + Zimmermann ein. Ein weiterer Ausbau auf 20 Systeme ist geplant. „Es lohnt sich für uns in vielerlei Hinsicht“, bekräftigt Reiß. „Zum einen sind die PDF-Ausdrucke natürlich qualitativ viel besser, als wenn die Fotos eingescannt werden müssen. Vor allem aber benötigen die Schwestern rund 50 Prozent weniger Zeit für die Nachsorge der Akten als zuvor. Denn ein PDF legen sie in zehn Sekunden ab. Doch einen Fotostick aus der Kamera nehmen, ihn speichern, ausdrucken und alles abheften dauert bestimmt fünf Minuten.“

Für den Versand der PDFs brauchen die medizinischen Kräfte nicht einmal eine dauerhafte Online-Verbindung. Denn FileMaker Go übergibt die abgesandten PDFs einfach an den Mailclient, der diese erst dann verschickt, wenn er auf ein Netz zugreifen kann. Auch der Schulungsaufwand für die neue Lösung war zu vernachlässigen. „Alle Schwestern konnten das System binnen weniger Stunden bedienen, und das, obwohl keine zuvor mit iPads gearbeitet hatte“, erinnert sich Reiß.

Das Feedback sei derartig positiv gewesen, dass sich der Geschäftsführer nun schon überlegt, seine FileMaker Go Entwicklung auch auf andere Betriebsbereiche erweitern zu lassen. Möglichkeiten dafür gibt es viele, von der Stomaversorgung, über die Versorgung mit Einlagen und Schuhen, die Anpassung von und Versorgung mit Rollstühlen und nicht zuletzt die künstliche Ernährung. In allen diesen Bereichen sind Mitarbeiter des Hauses derzeit mit Papier, Bleistift und Fotoapparaten unterwegs, um zu beraten und Krankenakten anzulegen. Noch. Doch die Zukunft hat mit FileMaker Go und den iPads bereits begonnen.

Kunde

Sanitätshaus Reiss GmbH
http://www.reiss.info

 

Entwickler

Josef Neumaier, Brainworks Computer Technologie GmbH
http://www.brainworks-training.de

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