Yo-Ho Brewing Company

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Postwendend zurück: Craft-Brauerei optimiert die Rückholung ihrer Fässer

Überblick

  • Japanische Brauerei löst ihr kostspieliges Bestandsmanagement-Problem durch eine eigene App, die Bierfässer über die gesamte Produktionskette bis zum Kunden und zurück ins Lager verfolgt.

Branche

  • Lebensmittel Produktion

Lösung

  • Erstellte eine eigene Bestandsmanagement-App, die mit Barcodes versehene Fässer von der Produktion über die Auslieferung bis zur Rücknahme nachverfolgt und verwaltet.

Vorteile

  • Vor der Lösung verlor der Kunde monatlich Tausende von Euro durch Bestandsschwund. Jetzt stellen Bestandskontrollen sicher, dass kein Schwund mehr entsteht.
Jeden Monat liefert die Yo-Ho Brewing Company, eine führende japanische Craft-Brauerei, mehr als 10.000 Fässer Bier aus. In den letzten 20 Jahren wurden ihre preisgekrönten Biere in Bars und Restaurants in ganz Japan immer beliebter. Das Unternehmen wuchs zusehends und stieß damit auf ein Problem. Die Anzahl der ausgelieferten vollen Bierfässer stimmte nicht mit der Anzahl der zurückkommenden leeren Fässer überein. Da die hochwertigen Bierfässer teuer sind, musste Yo-Ho dieses Problem lösen, bevor ihre Gewinne darunter zu leiden begannen.  

Die Daten können verlässlich gesammelt werden. Der Umlauf von der Auslieferung bis zur Rückgabe der Fässer wird transparent und komplett nachvollziehbar, so dass eine sehr effiziente Planung möglich ist.

— Ayaka Ehara, Leiterin der Bestellabteilung, Yo-Ho Brewing Company
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Keiner mag leere Fässer

Yo-Ho benötigte ein Kontrollsystem, um den Lebensweg eines jeden Fasses nachverfolgen zu können: wann wurde es befüllt, mit welchem Produkt, wohin wurde es geschickt und wann kam es zurück. Diese Daten konnten nicht nur dazu verwendet werden, sicherzustellen, dass die leeren Fässer zurückkommen, sie konnten auch wertvolle Einblicke in die Produktionsprozesse liefern, Ineffizienz erkennen und die Produktivität steigern.

Yo-Ho stellte rasch fest, dass menschliche Fehler eine wesentliche Ursache der verloren gegangenen Fässer waren: Fässer wurden in Restaurants übersehen oder an die falsche Brauerei zurückgesandt. Da Liefer- und Abholpersonal nie wussten, wie viele Fässer in einem Restaurant sein sollten, gab es keine Kontrollmöglichkeit. Restaurants, bei denen Lagerfläche stets knapp bemessen ist, wollten leere Fässer schnell wieder loswerden. Versuche, fehlende Fässer wieder aufzufinden, führten zu unangenehmen Situationen, wenn etwa Mitarbeiter Restaurants wegen bestimmter Fässer anriefen und dann feststellten, dass genau diese Fässer bereits zurückgegeben wurden.

Für Yo-Ho hieß das jeden Monat verloren gegangene Fässer im Wert von bis zu mehreren Tausend Euro sowie einen Mehraufwand für die Bestellung und das Einfügen von Ersatzfässern.

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Arbeiten im Nassbereich

Die Daten aus den Nassbereichen Produktion und Versand wurden in der Brauerei manuell an Computern in Excel erfasst, die sich in Büroräumen weit entfernt von der Produktionsstraße befanden. So entstanden Fehler durch wiederholte Eingaben, Verzögerungen in der Erfassung und ein veraltetes Reporting. Aus seinem Aufgabenbereich der Betriebsplanung heraus erkannte Yoshihiro Nishikawa, dass das Fassmanagement in Excel aufwendig und fehleranfällig war. Er sah die steigenden Kosten für fehlende Fässer und ein unklares Produkt-Reporting.

Oftmals ist ausschließlich das Management für kostensenkende Maßnahmen zuständig. aber in der Unternehmenskultur von Yo-Ho wird jeder Mitarbeiter ermuntert, Verbesserungsvorschläge einzubringen. Nishikawa empfahl die Einführung einer eigenen App, erstellt mit der FileMaker-Plattform für das iPad. Mit der maßgeschneiderten App kann das Fassmanagement exakt in die betrieblichen Prozesse von Yo-Ho integriert werden. Gleichzeitig erlauben spezielle iPad-Hüllen, dass die iPads auch in den Nassbereichen eingesetzt werden können. Yo-Ho entschied sich für eine Kooperation mit Shiko Yokota, Vertriebsleiter von U-NEXUS Co., Ltd., um die App so schnell wie möglich zu entwickeln.

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Die Fässer rollen

Die eigene App wurde entsprechend der spezifischen betrieblichen Prozessen von Yo-Ho konzipiert. Wenn zum Beispiel neue Bestellungen im Büro eingehen, generiert die FileMaker-App des Unternehmens automatisch Etiketten für jedes bestellte Fass.  

Die Daten auf den Etiketten umfassen:

  •    -  Fassungsvermögen
  •    -  Lieferort
  •    -  Biersorte
  •    -  ID
  •    -  Barcodes

 

Die Etiketten werden auf den leeren Fässern angebracht. Die Mitarbeiter scannen sie dann mit Barcode-Lesegeräten auf dem Weg durch das Lager und in die Welt, um sicherzustellen, dass sie richtig befüllt und ausgeliefert werden.

Bei der Rückgabe werden die Barcodes der Fässer erneut gescannt und das Etikett entfernt, sobald das Fass gewaschen wurde und wieder befüllt werden kann. Mit diesem System kann Yo-Ho den Standort fehlender Fässer nachverfolgen und Restaurants und Bierhändler können Yo-Hos Fässer zudem einfach über das Etikett identifizieren. Verlorene Fässer gehören damit praktisch der Vergangenheit an.

Im Fluss

Die unmittelbare Kostensenkung ist nur ein Vorteil der eigenen, mit der FileMaker-Plattform erstellten App. Das Echtzeit-Reporting des Fassumlaufs in den Produktionsstätten hat die Produktions- und Vertriebsplanung erheblich vereinfacht. Ayaka Ehara, Leiterin der Bestellabteilung des Unternehmens, merkt an: „Die Daten können verlässlich gesammelt werden. Der Umlauf von der Auslieferung bis zur Rückgabe der Fässer wird transparent und komplett nachvollziehbar, so dass eine sehr effiziente Planung möglich ist."

Für Yo-Ho waren die Flexibilität und die Geschwindigkeit der eigenen FileMaker-App entscheidend für den Erfolg des Unternehmens. Mit zunehmendem Unternehmenserfolg haben sie die App aktualisiert und angepasst, um Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit noch weiter zu optimieren.

Kentaro Takahata, Leiter der für die Rücknahme der Fässer verantwortlichen Abteilung, sagt: „Die Arbeit mit einem Barcode-Scanner und dem iPad ist wirklich simpel. Auch Mitarbeiter, die mit einem PC und Schreibtischarbeit nicht vertraut sind, lernen im Handumdrehen, mit unserer eigenen App auf dem iPad umzugehen."

Bereit für mehr Fässer

Yo-Ho plant, die Funktionalität seiner maßgeschneiderten App auszubauen. Einer Sache sind sie sich ganz sicher: Jede künftige Anlage wird mit iPads und seiner eigenen FileMaker-App ausgestattet.

„FileMaker hilft uns, unsere Daten zweckgerichtet zu kontrollieren", erläutert Yo-Hos Präsident Naoyuki Ide. „Wenn wir uns im Nachhinein die Daten ansehen, können wir Rückschlüsse ziehen, aus denen neue Ideen und Vorschläge entstehen. Die Motivation steigt und führt uns dazu, uns neuen Herausforderungen zu stellen. Alle Mitarbeiter sind mehr als zufrieden mit der Lösung."

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